

Ein herausragendes Projekt des Förderkreises ist die Uraufführung "STAATS-SICHERHEITEN - 15 Schicksale aus dem Gefängnis", die am 18. Oktober 2008 im Hans Otto Theater Premiere hatte. Das Konzept hierzu erstellten Lea Rosh und Renate Kreibich.
// Seit einiger Zeit sind die Verbrechen der Justiz der ehemaligen DDR wieder in den Blickpunkt der Öffentlichkeit gerückt, nicht zuletzt durch das forsche und anmaßende Auftreten ehemaliger Mitarbeiter der ehemaligen Staatssicherheitsbehörden. Fast zwei Jahrzehnte nach dem Fall der Mauer werden 15 ehemalige Häftlinge aus den Untersuchungsgefängnissen Berlin-Hohenschönhausen und Potsdam Lindenstraße ihre traumatischen Erlebnisse schildern und so einen Einblick geben in eine Justiz, die beileibe nicht immer Recht sprach. Als wäre die Haft nicht schon peinigend genug gewesen, war sie meist auch noch Ursache biographischer Brüche, die diese Menschen erleiden mussten und deren Folgen weit in ihr heutiges Leben hineinreichen.
// Diesem Projekt geht es nicht um die Aufarbeitung und Aufrechnung von Schuldfragen, es stellt vielmehr die Frage nach dem Funktionieren eines Justizsystems, das die eigenen Bürger zu Unrecht festhielt.
// "Ich kann natürlich nicht abstreiten, dass ich auch Vertreter eines Apparates war, der - wie Sie sagen - dazu gedient hat, unkontrolliertes und abweichendes politisches Verhalten einzudämmen und die Schwelle dafür so hoch wie möglich zu halten." (Ein ehemaliger Mitarbeiter des Ministeriums für Staatssicherheit)
// Auf Grund des ungeheuren Erfolges und der großen Nachfrage durch das Publikum wurde die Aufführung, für die ursprünglich nur drei Vorstellungen angesetzt waren, als fester Bestandteil in den Spielplan des Hans Otto Theaters aufgenommen.
// Eine DVD für den Schulunterricht ist erstellt worden und im März 2009 erfolgte eine Fernsehaufzeichnung.